K20K21 – Der Podcast der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Das Museum als Institution

Diese Podcast-Staffel hat sich ausführlich mit der Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl beschäftigt. Parallel zur Überblicks-Ausstellung „Hito Steyerl. I Will Survive” im K21 in Düsseldorf haben wir über verschiedene Schwerpunkte von Steyerls Arbeit diskutiert. In dieser letzten Folge nehmen wir das Museum als Institution in den Blick und hören auch, welche Kritik Hito Steyerl daran übt. Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, hat darüber mit der Künstlerin gesprochen und spricht im Podcast mit Moderatorin Eva Morlang auch über die Rolle der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen als staatliches Museum.

Rassismus und Antisemitismus als Thema in der Kunst

Die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland steigt. Das ist keine alte Meldung, sondern das haben das Bundesinnenministerium und das Bundeskriminalamt im Mai 2019 bekannt gegeben. Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus sind Themen, die Hito Steyerl schon in den 1990er Jahren in ihren Arbeiten aufgegriffen hat, die sich aber auch in ihren aktuellen Werken finden. Warum ist es so wichtig, dass diese Themen auch in der Kunst verhandelt werden? Darüber spricht Eva Morlang mit den Künstlern Leon Kahane und Fabian Bechtle vom DCCA (Forum Democratic Culture and Contemporary Art).

Digitalität, KI und Virtual Reality bei Hito Steyerl

Die Künstlerin, Filmemacherin und Akademikerin Hito Steyerl setzt sich in ihren Arbeiten auch mit Phänomenen des Digitalen auseinander. Sie spricht die militärische Entwicklungsgeschichte von Virtual Reality an oder wirft Fragen auf zu Künstlicher Intelligenz und deren Voreingenommenheit. Moderatorin Eva Morlang spricht in dieser Folge mit Vera Tollmann über den Nutzen und die Gefahren von neuen Technologien und über die künstlerische und die akademische Arbeit von Hito Steyerl.

Hito Steyerl

Sie ist eine der spannendsten Künstlerinnen der Gegenwart. Sie hinterfragt die gesellschaftliche Rolle von Kunst und Museen, mischt sich in den Kunstbetrieb und auch in die Politik ein. Sie experimentiert mit Formen des Film und der Medien. Die Rede ist von Hito Steyerl. Das K21 in Düsseldorf zeigt in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris die erste Retrospektive zu Steyerls Arbeiten. “I Will Survive” ist die Ausstellung betitelt, zu sehen ist sie vom 26.09.2020 - 10.01.2021.

Diese Staffel von “K20K21” gibt, passend zur Ausstellung, einen Überblick über Hito Steyerl und ihre Werke. Wir nähern uns aus vier verschiedenen Perspektiven. Für die erste Einführung sind Dr. Doris Krystof (K21) und Florian Ebner (Centre Pompidou) aus dem Kurator*innen-Team der Ausstellung zu Gast. Im Gespräch mit Moderatorin Eva Morlang sprechen sie unter anderem über die Ausstellbarkeit von Steyerls Werken und den Begriff des Dokumentarischen.

Hashtags, Likes, Memes - Kunst und Social Media

In der letzten Episode dieser Staffel dreht sich alles um Social Media. Social Media lockt Besucherinnen ins Museum, sagt Direktorin Prof. Dr. Susanne Gaensheimer. Museen und Künstlerinnen profitieren von der digitalen Entwicklung, nutzen sie für sich und ihre Werke. Aber werfen auch einen kritischen Blick auf die kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen, die damit einhergehen. Anja Bolle fragt nach, wer Social Media in welcher Form für sich nutzt. Sie hat mit Alissa Krusch, Marketing und Social Media für die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, und den jungen Künstler*innen Nicholas Grafia und Marie Sturm gesprochen.

„Es gibt nicht die eine…“ – Identitätsfindung und Identität in der Kunst

Museen zeigen Kunst und Kulturgüter, die uns helfen, dass wir uns, unsere Kultur und unsere Identität besser verstehen können. Identität ist auch für die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung „In order of appearance. AbsolventInnen der Kunstakademie Düsseldorf“ ein Thema. Sowohl für sie selbst, als auch für ihre Kunst. Anja Bolle hat mit Yiy Zhang, Catherina Cramer, Nina Nick vom Konstitutiv der Möglichkeiten und Nicholas Grafia über Selbst- und Fremdwahrnehmung, Gender und Stereotypen gesprochen.

„Ich denke da gar nicht drüber nach“ – Junge Kunst zwischen Fotografie, Malerei, Performance und Video

Legen sich junge Künstlerinnen und Künstler heute noch auf ein Medium fest? Ist eine scharfe Trennung der Gattungen überhaupt noch zeitgemäß? Bei der Absolventinnen- und Absolventen-Ausstellung „In order of appearance“ im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen kommen verschiedenste Strategien aktueller Kunstproduktion zusammen und geben so einen Überblick über die junge Kunst-Generation. Anja Bolle hat mit einigen der teilnehmenden jungen Künstlerinnen und Künstlern über ihre Arbeit gesprochen. Außerdem war sie auf dem aktuellen Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf und hat sich angeschaut, was uns in Zukunft erwartet.

„Hämmern, Sägen, etwas weiter hoch…“: Aufbau der Ausstellung

Hämmern, Sägen, etwas weiter hoch, noch ein bisschen nach links. Der Aufbau einer Ausstellung bedeutet viel Arbeit. Für „In order of appearance“ müssen die Kuratorinnen Agnieszka Skolimowska & Linda Walther die Werke der gut 80 Absolventinnen und Absolventen in einer Ausstellung zusammen bringen. Moderatorin Anja Bolle war bei den Aufbauarbeiten dabei und hat auch mit der Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Susanne Gaensheimer, über die Arbeit der jungen Künstler*innen gesprochen.

Vorschau: Wo geht’s hin?

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vereint die beiden Ausstellungshäuser K20 und K21 mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Susanne Gaensheimer ist seit Ende 2017 Direktorin der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf. Im Gespräch mit Moderatorin Anja Bolle erzählt sie, wie sie die Profile der beiden Häuser gestalten will und warum sich die Ausstellung „In order of appearance“ in K21 befindet. Ein Besuch.